
Kronen Zeitung
VON BOSNIEN ELIMINIERT
Super-GAU perfekt! Italien verpasst die WM 2026
Der Super-GAU ist perfekt: Italien muss zum dritten Mal in Serie bei einer Fußball-Weltmeisterschaft zuschauen! In einem dramatischen Entscheidungsspiel in Bosnien-Herzegowina platzte der WM-Traum der Squadra Azzurra am Dienstag nach langer Unterzahl mit 1:4 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten war es 1:1 gestanden. Tschechien sicherte sich gegen Dänemark ebenfalls im Elfmeterschießen (3:1) die erste WM-Teilnahme seit 20 Jahren …
In Zenica erlebten die Italiener ein Drama. Wie geplant ging die Elf von Teamchef Gennaro Gattuso durch Moise Kean (15.) früh in Führung. Der Fiorentina-Stürmer verwandelte nach einem Patzer von Bosnien-Tormann Nikola Vasilj eiskalt. Danach diktierten die Bosnier aber das Spiel. In der 41. Minute flog zudem Italiens Abwehrchef Alessandro Bastoni nach einer Notbremse gegen Amar Memic vom Platz. Nach einer Stunde hatte Kean nach einem Sprint über das halbe Feld das 2:0 auf dem Fuß, schoss aber knapp drüber.
Auf der Gegenseite setzten die Bosnier den viermaligen Weltmeister mit viel Ballbesitz stetig unter Druck. In Minute 72 entschärfte Gianluigi Donnarumma noch einen Flachschuss des eingewechselten Salzburgers Kerim Alajbegovic. Dann schlug der Ex-Austrianer Haris Tabakovic (79.) acht Minuten nach seiner Einwechslung nach einem Abpraller zu und euphorisierte damit das bosnische Publikum.
Bosnier vom Punkt eiskalt
Es ging in die Verlängerung, wo beide Mannschaften zu Chancen kamen. Eine Entscheidung fiel aber erst im Elfmeterschießen. Dort versagten Francesco Pio Esposito als erstem italienischen Schützen sowie Bryan Cristante die Nerven. Bei den Bosniern trafen alle vier Schützen, darunter Tabakovic und Alajbegovic.
Die Bosnier, Zweiter in der Österreich-Gruppe, sind zum zweiten Mal nach 2014 auf der größten Fußballbühne dabei. Damit stehen 46 von 48 Teilnehmern für das Turnier vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada fest. Zwei Plätze werden noch in den interkontinentalen Playoffs in Mexiko zwischen Jamaika und der Demokratischen Republik Kongo sowie Irak und Bolivien ausgespielt.
Tschechen schalten Dänen aus
Tschechien erwischte in Prag gegen Dänemark einen Traumstart. Pavel Sulc zog in der dritten Minute von der Strafraumgrenze ab und traf sehenswert ins lange Eck. Die Gäste drängten auf den Ausgleich und belohnten sich durch einen Kopfball von Joachim Andersen (72.). In der Verlängerung brachte Ladislav Krejci die Gastgeber auf die Siegerstraße (100.), doch Kasper Högh (111.) erzwang doch noch ein Elfmeterschießen, in dem die Tschechen die besseren Nerven hatten.
Die Playoff-Final-Ergebnisse:
Schweden – Polen 3:2 (2:1)
Solna
Tore: Elanga (20.), Lagerbielke (44.), Gyökeres (88.) bzw. Zalewski (33.), Swiderski (55.)
Kosovo – Türkei 0:1 (0:0)
Pristina
Tor: Aktürkoglu (53.)
Bosnien-Herzegowina – Italien 4:1 i.E., 1:1 n.V. (1:1, 0:1)
Zenica
Tore: Tabakovic (79.) bzw. Kean (15.)
Rote Karte: Bastoni (41./Italien/Torraub)
Tschechien – Dänemark 3:1 i.E., 2:2 n.V. (1:1, 1:0)
Prag
Tore: Sulc (3.), Krejci (100.) bzw. Andersen (72.), Högh (111.)
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